Gedichte zur Zeit der Pandemie

Ode an die Helden des Alltags

Wer in diesen schweren Tagen,

uns beisteht und Hilfe bringt,

soll als Preis für seine Mühen

wie ein Held gefeiert sein.

Und so lasset uns lobpreisen,

wer den Kelch der Bürde trägt,

wollen ihm den Dank erweisen,

ehren in der Öffentlichkeit.

Alle Menschen, die jetzt feiern,

weil sie partyfreudig sind,

soll´n, bedenken, wenn sie krank sind,

dass sie deren Hilfe begehren.

Ärzte, Lehrer, Pflegedienste,

Frauen in dem Supermarkt,

Obusfahrer und Minister,

alle stehn für uns parat.

Stehet auf, ihr lieben Leute,

ruft hinaus in lautem Chor:

seid bedankt für eure Dienste,

unser Dank in Gottes Ohr!

(geschrieben April 2020)

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Es ist Fasching in der Zeit der Pandemie

(ein Akrostichon)

K-ein Publikum lacht in der Sitzung

A- ngst vor Ansteckung verhindert Geselligkeit

R-eihenweise leere Plätze schaffen Tristesse

N-arrenmund tut Weisheit kund

E-lferrat sitzt mit Pappfiguren auf der Tribüne

V-irus hat die Welt im Griff

A-bstand halten als Respekt ist Gebot der Zeit

L-achen und Humor gehören zum Fasching

TROTZ CORONA PANDEMIE!

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Lebenslust in der Zeit der Pandemie

Gewahr im sprudelnd Wasser dort mein Leben,

in Wellen zeigt sich mir das Bild. Ja, es ist mein!

Die Lebenslust erweckt in mir der grüne Hain,

wo zart entsprießt das Blatt von Bacchus Reben.

Und zwischen langen weinumrankten Pfaden

Ertönen Lieder nach der alten Weise.

Die Schwalben drehen zwitschernd ihre Kreise

Der Strom säumt Uferbänke wie Arkaden.

Die Bäume blühen umsurrt von tausend Bienen,

der Blütenduft betört. Welch Lust zu leben!

Da tanzt des Herzens Wunsch, erfreut, glückselig.

Die Freude strahlt in all der Menschen Mienen,

das fahle Grau beginnt nun zu entschweben.

Kein Hindernis, kein Weg erscheint mühselig.

Dieses Sonett ist Teil eines Sonettenkranzes!

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